Facebook & Instagram Ads für Coaches: So startest du richtig

 
 
Facebook Ads für Coaches – So startest du richtig
 

Was vor der ersten Anzeige geklärt sein muss und ein Plan für die ersten dreissig Tage.

 

„Ich weiss nicht, wo ich anfangen soll."

Das höre ich von fast jeder Coachin, die zum ersten Mal Anzeigen schalten will. Nicht, weil sie es nicht könnte, weil unklar ist, was zuerst kommt.

Dieser Artikel beantwortet genau das. Erst das, was vorher stehen muss. Dann ein Plan für die ersten vier Wochen, Woche für Woche.

Warum Anzeigen für Coaches funktionieren

Organisch erreichst du auf Instagram noch etwa dreissig Prozent deiner Follower und nur dann, wenn der Algorithmus mitspielt. Du postest, zeigst dich, gibst Wissen weiter, und die Anfragen kommen unregelmässig: eine Woche gut, dann drei Wochen nichts.

Mit Anzeigen bestimmst du, wer dein Angebot sieht. Nicht mehr der Zufall, sondern du.

Das heisst nicht, dass du aufhören sollst, zu posten. Es heisst, dass du nicht mehr davon abhängig bist.

Was stehen muss, bevor du die erste Anzeige schaltest

Ein Angebot, das sich schon verkauft hat

Anzeigen machen ein funktionierendes Angebot sichtbarer. Sie reparieren keines, das noch nicht trägt. Wenn du dein Angebot noch nie verkauft hast, ist das der erste Schritt, nicht die Anzeige.

Ein Ziel, das man zählen kann

„Mehr Sichtbarkeit" ist kein Ziel. „50 Eintragungen für mein Freebie in sieben Tagen" ist eines.

Der Grund ist nicht Buchhaltung: Meta optimiert genau auf das, was du als Ziel angibst. Wählst du Reichweite, bekommst du Reichweite von Menschen, die gerne schauen und nie klicken.

Etwas, das nach dem Klick passiert

Eine Landingpage, die hält, was die Anzeige verspricht. Und danach Mails, die den Kontakt weiterführen. Wer auf die Startseite verlinkt, bezahlt für Besuch, der wieder geht.

Lies hier wie du eine E-Mail-Liste aufbaust: 7 Schritte, die wirklich funktionieren

Tracking, das eingerichtet ist

Pixel installiert, Ereignisse gesetzt, bevor die erste Anzeige läuft. Was vorher passiert ist, lässt sich nicht rückwirkend messen.

Das Pixel-Setup wirkt kompliziert, ist es aber nicht. Schritt für Schritt zu Pixel und Conversions API

Klarheit über deine Zielgruppe, aber an der richtigen Stelle

Früher hast du dein Wissen über die Wunschkundin in die Zielgruppen-Einstellungen gegossen: Alter, Interessen, Verhalten. Diese Felder gibt es kaum noch, und seit Advantage+ Standard ist, übergeht Meta sie ohnehin.

Das Wissen brauchst du trotzdem, nur an anderer Stelle: in deiner Anzeige.

Weil Meta anhand deiner Bilder und Texte entscheidet, wem etwas gezeigt wird, ziehst du deine Leute über das Creative an. Nicht über Häkchen.

Praktisch heisst das: Statt eine Stunde in Interessenlisten zu investieren, investierst du sie in die Frage, welcher Satz deine Wunschkundin erkennen lässt, dass es um sie geht.

Lies hier mehr zu Meta Andromeda

Was in die Anzeige gehört

Du brauchst keine Hochglanzproduktion.

Was gut funktioniert:

  • Kurze Videos mit deinem Gesicht

  • Blicke hinter die Kulissen

  • Ergebnisse von Kundinnen, konkret erzählt

  • Grafiken mit einer einzigen klaren Botschaft

Und ein Punkt, der seit Andromeda entscheidend ist: Eine Anzeige reicht nicht mehr. Das System braucht mehrere unterschiedliche Zugänge zu deinem Angebot, um herauszufinden, welcher bei wem funktioniert. Drei bis fünf Motive, die verschiedene Menschen ansprechen – nicht dasselbe Bild mit anderer Überschrift.

Hier erfährst du mehr über das 5-Angels-Prinzip

Woran du erkennst, ob es funktioniert

Nicht an Likes.

Hundert Herzen unter einem Bild sind nett und sagen nichts darüber, ob jemand gekauft hat. Was zählt:

  • Hat jemand auf den Link geklickt?

  • Hat sich jemand eingetragen?

  • Kam eine Anfrage?

  • Wurde etwas verkauft?

Das siehst du im Werbeanzeigenmanager pro Anzeige, nicht nur pro Kampagne. Genau dort liegt die Information, welches Motiv arbeitet und welches mitläuft.

 

 

Bevor du Geld in Ads steckst: Übernimm die Regie.

Der kostenlose 5-Tage-Kurs für Selbständige, die etwas verkaufen, das funktioniert.

Bestimmst du nicht, wen Meta ansprechen soll, liefert es an alle. Du bezahlst dann jeden Kontakt, der nie kaufen wollte und merkst es erst an der Rechnung.

In fünf Tagen baust du dir mit Claude fünf Werkzeuge, die dafür sorgen, dass deine Anzeige bei den Richtigen landet. Sie bleiben dir und laufen bei jeder weiteren Kampagne wieder.

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Dein Plan für die ersten 30 Tage

Woche 1 – das Fundament

  • Werbekonto einrichten, dich selbst als Administratorin eintragen

  • Pixel auf der Website installieren und prüfen, ob Ereignisse ankommen

  • Freebie erstellen oder überarbeiten

  • Landingpage aufsetzen und auf dem Handy testen

Woche 2 – die erste Kampagne

  • Kampagne mit zehn bis fünfzehn Franken Tagesbudget aufsetzen

  • Drei bis fünf verschiedene Motive einstellen, nicht eines mit Textvarianten

  • Laufen lassen. Nicht optimieren. Das System lernt gerade.

Woche 3 – auswerten

  • Ansehen, welche Motive die günstigsten Ergebnisse bringen

  • Die schwachen abschalten, das Budget auf die starken lenken

  • Zwei neue Motive nachlegen, die den Gewinnern ähneln

Woche 4 – nachlegen

  • Was funktioniert, bekommt mehr Budget, schrittweise, nicht verdoppelt

  • Neue Motive vorbereiten, bevor die alten ermüden

  • Zahlen notieren: Was kostet dich eine Eintragung? Was ein Gespräch?

Nach vier Wochen weisst du, ob und zu welchem Preis Anzeigen für dein Angebot funktionieren. Das ist mehr, als die meisten nach einem halben Jahr wissen.

 

Was du realistisch erwarten kannst

Bei zehn bis fünfzehn Franken Tagesbudget:

Klicks 20 bis 50 pro Tag

Eintragungen 3 bis 10 täglich

Direktverkäufe selten, die kommen über die Mails danach

Kosten, mit denen du rechnen solltest:

Pro Klick CHF 0.30 bis 1.50, je nach Nische

Pro Eintragung CHF 1.50 bis 5

Pro zahlender Kundin CHF 20 bis 100

Das sind Richtwerte aus Konten, die ich betreue. Sie schwanken mit Branche, Land und Qualität der Anzeigen, aber sie geben dir eine Grössenordnung, an der du dich messen kannst.

Blog: Was kosten Facebook Ads

 

Wann du etwas ändern solltest

Selbst eine gute Anzeige ermüdet. Achte auf diese Signale:

  • Die Klickrate sinkt

  • Die Kosten pro Ergebnis steigen

  • Dieselben Menschen sehen deine Anzeige zum wiederholten Mal

Dann brauchst du ein neues Motiv – nicht mehr Budget. Neue Bilder senken die Kosten zuverlässiger als jede Budgeterhöhung.

Und ein Fehler, den ich oft sehe: nach zwei Tagen abschalten, weil noch nichts passiert ist. Gib jeder Kampagne drei bis fünf Tage. Wer früher urteilt, hat nichts gemessen, sondern nur bezahlt.

Häufige Fragen

Wie viel Budget brauche ich für den Anfang?

Zehn bis fünfzehn Franken pro Tag, also rund 300 bis 450 im Monat. Weniger geht technisch, liefert dem System aber zu wenig Daten, dann weisst du nach vier Wochen nicht, ob dein Angebot nicht funktioniert oder nur das Budget zu klein war.

Wie lange dauert es, bis Anzeigen funktionieren?

Die ersten Ergebnisse siehst du nach drei bis fünf Tagen. Ob sich Anzeigen für dein Angebot rechnen, weisst du nach etwa vier Wochen.

Woran erkenne ich, ob meine Anzeige funktioniert?

An Eintragungen, Anfragen und Verkäufen, nicht an Likes und Kommentaren. Im Werbeanzeigenmanager siehst du das pro Anzeige.

Wie oft muss ich meine Anzeigen anpassen?

Sobald Klickrate sinkt und Kosten steigen. Bei kleinen Budgets dauert das mehrere Wochen, bei grösseren geht es schneller. Neue Motive statt mehr Budget.

Brauche ich verschiedene Anzeigen oder reicht eine gute?

Du brauchst mehrere. Seit Meta anhand der Creatives entscheidet, wem etwas gezeigt wird, braucht das System Auswahl. Drei bis fünf Motive mit verschiedenen Blickwinkeln sind der Richtwert.

Kann ich einfach den Bewerben-Knopf unter dem Beitrag nutzen?

Für einen ersten Versuch vielleicht, für ernsthafte Kampagnen nicht. Der Knopf optimiert meist auf Interaktion; du bekommst Likes statt Anfragen und kannst kaum auswerten.

 

Dein nächster Schritt

Gestaltung ist erlernbar. Die meisten meiner Kundinnen haben angefangen mit „ich kann nicht designen" und erstellen heute Anzeigen, die besser laufen als das, was sie vorher eingekauft haben.

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Barbara